Reiterlied (Zahn, Christian Jacob)

Free public domain sheet music from IMSLP / Petrucci Music Library
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Sheet Music

Scores

 Piano Score: highest note is melody
#06492 - 0.98MB, 1 pp. -  6.7/10 2 4 6 8 10 (3) - V/V/V - 241x

PDF scanned by Keller, Klaus-Dieter
Keller, Klaus-Dieter (2007/5/27)

Schiller Zahn - Reiterlied.pdf
Editor:

August Linder

Publisher Info.:

Deutsche Weisen, No.116
Stuttgart: Albert Auer's Musikverlag, n.d.[1900]. Plate A. 30 A.

Copyright:

Public Domain [tag/del]

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General Information

Work Title Reiterlied
Alternative Title Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd
Composer Zahn, Christian Jacob
Year/Date of Composition 1797
Librettist Friedrich Schiller
Language German
Piece Style Classical
Instrumentation 1 piano


Misc. Comments

Lyrics

1. Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!
Ins Feld, in die Freiheit gezogen.
Im Felde, da ist der Mann noch was wert,
Da wird das Herz noch gewogen.
Da tritt kein anderer für ihn ein,
Auf sich selber steht er da ganz allein.

2. Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist,
Man sieht nur Herren und Knechte;
Die Falschheit herrschet, die Hinterlist,
Bei dem feigen Menschengeschlechte,
Der dem Tod ins Angesicht schauen kann,
Der Soldat allein ist der freie Mann.

3. Des Lebens Ängsten, er wirft sie weg,
Hat nicht mehr zu fürchten, zu sorgen,
Er reitet dem Schicksal entgegen keck,
Trifft's heute nicht, trifft es doch morgen,
Und trifft es morgen, so lasset uns heut
Noch schlürfen die Neige der köstlichen Zeit.

4. Von dem Himmel fällt ihm sein lustig Los,
Braucht's nicht mit Müh zu erstreben.
Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,
Da meint er den Schatz zu erheben,
Er gräbt und schaufelt, solang er lebt,
Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.

5. Der Reiter und sein geschwindes Roß,
Sie sind gefürchtete Gäste;
Es flimmern die Lampen im Hochzeitschloß,
Ungeladen kommt er zum Feste.
Er wirbt nicht lange, er zeiget nicht Gold,
Im Sturm erringt er den Minnesold.

6. Warum weint die Dirn und zergrämt sich schier?
Laß fahren dahin, laß fahren!
Er hat auf Erden kein bleibend Quartier,
Kann treue Lieb nicht bewahren.
Das rasche Schicksal, es treibt ihn fort,
Seine Ruhe läßt er an keinem Ort.

7. Auf des Degens Spitze die Welt jetzt liegt,
Drum wohl, wer den Degen gut führet,
Und bleibt ihr nur wacker zusammengefügt,
Ihr haltet die Welt und regieret.
Es sitzt keine Krone so fest, so hoch,
Der mutige Springer erreicht sie doch!

8. Drum frisch, Kameraden, den Rappen gezäumt,
Die Brust im Gefechte gelüftet!
Die Jugend brauset, das Leben schäumt,
Frisch auf, eh' der Geist noch verdüftet!
Und setzet ihr nicht das Leben ein,
Nie wird euch das Leben gewonnen sein.

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